Geschichte der Schokolade

Etwa 1500 hundert vor Christus wurde die Kakaopflanze erwähnt, den Maya galt dieser Baum der Blüten und Früchte gleichzeitig trug als heilig und als Geschenk Gottes. 

Später bereiteten die Azteken aus den Früchten des Kakaobaums einen scharf gewürzten, kraftspendenden Trank, den sie xocolatl nannten (atl = Wasser, xococ = sauer, bitter). 

Er wurde auch als Zahlungsmittel verwendet, daher nennt man Schokolade auch das „Gold der Azteken“.

Schokolade wurde zu dieser Zeit als Medizin verwendet und wurde mit verschiedenen Gewürzen aufbereitet, wie z.B. Chili, Zimt, Pfeffer. Sie galt als kräftigend und leicht verdaulich und half bei Fieber und Erkältung. Im 16.Jahrhundert kam dieses dunkle Gold wie es damals genannt wurde auch zu uns in den Westen. Die Mischung aus Wasser (atl) und den bitteren zerstampften Bohnen (xoco) mundeten den spanischen Eroberern gar nicht. Doch schon bald nachdem „el chocolate“ Europa erreicht hatte, begann der Siegeszug dieses dunklen Goldes. 

Erst viel später wurde Schokolade zum Lebensmittel. Allmählich verlor die Schokolade den Status der Medizin und entwickelte sich langsam zur Schleckerei. Die scharfen Gewürze verschwanden zunehmend und wurden durch Zucker und andere liebliche Zutaten ersetzt. Der enorm hoch medizinische Nutzen und seine aphrodisierenden Eigenschaften waren mitverantwortlich für seine rasche Verbreitung in Europa. Doch erst mit der Zusetzung von Zucker gewann es die Herzen der Könige, Fürsten und Adligen und schließlich auch der breiten Bevölkerung. 

Es folgten erste, öffentliche Lokale, die sich auf den Ausschank von Schokolade spezialisierten. Die Bandbreite der Rezepturen schien kein Ende zu nehmen. Jedes von Ihnen entwickelte eigene individuelle Rezepturen. 1705 veröffentlichte der Pariser Kaffeehausbesitzer Pierre Masson eine Rezeptur, in der auch erstmals Milch zur Herstellung einer gezuckerten Schokolade erwähnt wird.

Man kochte einen Sud nach indianischer Rezeptur zu einem festen Brei, den man in kleinen Portionen auf Blätter, meist Palmblätter legte und trocknen ließ. Auf diese Weise entstanden schon in frühester Zeit die ersten Täfelchen aus Schokolade. Sie waren zwar nicht zum direkten Verzehr geeignet, boten aber eine lange Lagerfähigkeit. Die Idee dunkle Täfelchen herzustellen geht vermutlich auf spanische Nonnen zurück. Von da an war es nur noch eine Frage der Zeit bis  die Schokolade die Welt eroberte. 

Das Kakaotrinken fand nach seiner Entdeckung in den höfischen Kreisen sofort Eingang. Es wurde sogar spezielles Geschirr entwickelt, große hohe Tassen, wobei der Untertellerrand besonders hoch war, um das „Darraustrinken“ zu ermöglichen. Wenn der Kakao besonders heiß serviert wurde nahm man den Unterteller zur schnelleren Kühlung. 

Den Damen Spaniens war es ein besonderes Vergnügen, sich mit Schokolade zu beschenken; sie fanden es so vortrefflich, dass sie sich wünschten, es möge doch eine Sünde mit dem Genusse verbunden sein, den dies allein könnte ihn noch erhöhen.

Um 1819  begann ein Schweizer Namens „Cailler“ mit der Schokoladenherstellung, die einen Siegeszug antrat.